Holzschnitt 1510
    
Nikolaus von Flüe
Bruder Klaus  
  
 
   Home  
   Kolumne  
   Inhalt  
   Quellenwerk  
   Suchen  
   Kontakt  
  £
  
Blättern · Quellen
 
Nummer
  
   Quellen - Bruder Klausund Dorothea
  
  
Das Geschenk der Freiburger
  
Quelle Nr. 027

  

  
Zeit: 4. Mai 1482
  
Herkunft: a) Staatsarchiv Freiburg Schweiz, Ratsmanual No. 6, S. 75; – b) Staatsarchiv Freiburg Schweiz, Compte des trésoirs (Sächelmeisterrechnung) No 158, von Pierre Rameau – Mission communaul, 25. März bis 24. Juni 1482
  
Kommentar: Freiburg im Üchtland war im späten Mittelalter bekannt für seine Tuchfabrikation. Als Dank für seine Vermittlungstätigkeit [Politik für den Frieden] im Zusammenhang mit dem Stanser Verkommnis (Dezember 1481) schenkte der Rat der Stadt dem Eremiten im Ranft Bruder Klaus und seinem Gefährten Bruder Ulrich ein Stück (Ballen) weisses und ein Stück graues (?) Tuch – für Altartücher und Paramenten. Die Farbe «grau» dürfte etwas unklar sein, da die Farbbezeichnung damals nicht mit den heutigen übereinstimmen. Andererseits gab es die vier liturgischen Farben weiss, rot, grün, violett und schwarz nicht. Vermutlich war die Farbe taubengrau, bzw. blaugrau, und der entsprechende Stoff wurde für das Anfertigen von Messgewändern verwendet. Kurze Zeit später (am 12. November 1482) spendet Bruder Klaus ein Messgewand für die neue Kapelle in Altsellen (Quelle 080), wo seine Mutter herstammte und nun zwei seiner Töchter lebten.
  
Referenz: Robert Durrer, Bruder Klaus-Quellenwerk, 192-193

  

   a) 1482, Samstag, den 4. Mai im Rat:
  
Es wird angeordnet, dass man nach Gottes Willen Bruder Klaus in der Schweiz und seinem Gesellen, Bruder Ulrich, ein Stück weisses Tuch und ein Stück graues (graw = grau?] Tuch schenkt.
  
b) Item an Johann Guillelme [Wilhelm] für zwei Stück Tuch, eines weiss, das andere grau [grise = grau?] für Gott zu Handen von Bruder Klaus, auf Beschluss meiner Herren: 13 Pfund 5 Schilling. Item an Marthi Adrechen [Bote] für die Miete für eines Pferdes, welches er auslieh und welches meine Herren [Delegierte, bzw. Gesandte bei der Tagsatzung im Dezember 1481] nach Stans führten auf Geheiss meiner Herren [Ratsherren der Stadt].
  
Item für den Bruder [den Boten, nicht Bruder Ulrich], der Bruder Klaus das Tuch, welches meine Herren ihm sandten, überbrachte, als Entschädigung für seine Auslagen auf Beschluss meiner Herren: 30 Schilling.
    
  
Zurück zum Quellenverzeichnis (bis 1501)
  
Zurück zum Inhaltsverzeichnis
  
… nach oben    
   
   
Bruder Klaus · Niklaus von Flüe · Flüeli-Ranft · Schweiz
© 1998–2024 ·
nvf.ch und bruderklaus.eu (vormals: bruderklaus.ch)
Designed and published by Werner T. Huber, Dr. theol.

Letzte Dateiänderung: 04.09.2009 14:19:08